Gesunde Weihnachtsplätzchen

Weihnachten ist Plätzchenzeit! Vanillekipferl, Zimtsterne, Lebkuchen, Spekulatius, “Ausstecherle”, Haselnussmakronen, Springerle und Zitronensterne sind die Klassiker, dich ich seit Kindheit an mit meiner Oma gebacken habe. Lecker, und definitiv mit vielen Erinnerungen verknüpft. Als Kind macht man sich bekanntlich keine Gedanken darüber, noch eines oder auch zwei mehr von den herrlich süßen und mürben Plätzchen zu naschen… und wenn die Mama nicht hinschaut vielleicht auch noch ein drittes 😉 Doch irgendwann kommt wohl bei jedem der Punkt, an dem es die Hüfte nicht mehr sang- und klanglos hinnimmt, was man so verputzt. Was aber ein mindestens ebenso “schweres” Problem ist, ist die Lust auf mehr – ja oft wahrlich Heißhunger – und das schlechte Gewissen danach. Denn eigentlich sollte das Naschen vor allem eines sein – Genuss!

Woher kommt dieses Verlangen nach mehr?

Die Zutaten sind meist sehr ähnlich – Weißmehl, Zucker, Butter und Nüsse sind machen den größten Anteil aus. Hier verstecken sich bekanntermaßen vor allem kurzkettige Kohlenhydrate, wozu auch Zucker zählt, und viel Fett. Evolutionstechnisch schält das Hirn aus, denn in Zeiten von Hungersnöten mussten wir jetzt zulangen, so viel nur irgendwie geht – Hüftspeck war überlebensnotwendig! Also musste sichergestellt werden, dass wir essen, bis uns der Bauch wehtut. In den heutigen Zeiten ist das leider eher weniger der Fall. Heißt das jetzt aber, dass wir auf Plätzchen, Naschen und Genuss verzichten müssen? Nein, ganz und gar nicht!

 

Des Rätsels Lösung sind die richtigen Zutaten - und bewusster Genuss!

Schlagen wir also dem Heißhunger ein Schnippchen – Zutaten mit komplexen Kohlenhydraten, vielen Ballaststoffen, wenig Zucker und dafür umso mehr Geschmack machen die Plätzchen zwar nicht energieärmer, lösen in unserem Körper aber keine so starke Reaktion aus. Damit auch du die Weihnachtszeit unbeschwert genießen und bewusst naschen kannst, habe ich dir deshalb zwei Rezepte zusammengestellt. Eine “gesunde”, vegetarische Variante meiner liebsten Plätzchen – Vanillekipferl – und eine vegane Rohkost Variation, die ich Lebkuchen-Kugeln genannt habe. Ich wünsche dir viel Spaß beim Zubereiten und natürlich beim Genießen im Kreise deiner Liebsten!

Kokos-Vanillekipferl (vegetarisch)

Für ca. 10 Stück:

  • 100 g Haferflocken, Feinblatt
  • 50 g Kokosraspel
  • 2 EL Honig oder Ahornsirup
  • 1 Ei
  • 3/4 EL Kokosöl
  • 1 kleine Prise Salz
  • Etwas Vanillearoma

1) Heize den Backofen auf 180 °C Umluft vor.

2) Derweil kannst du die Haferflocken und Kokosraspel im Mixer grob mahlen.
3) Verquirle das Ei und knete es mit allen übrigen Zutaten zu einem festen Teig. Lasse ihn für ca. 10 Minuten ruhen.
4) Forme den Teig zu einer Rolle und schneide gleichmäßige, ca. 1 cm dicke Scheiben ab. Forme jede Scheibe zu einem Kipferl (ich habe ca. 10 Stück daraus gemacht).
5) Backe die Kipferl auf einem mit Backpapier belegten Blech im Ofen für etwa 15 Minuten, bis sie leicht braun werden.

Nach Geschmack mit wenig Vanille- oder Puderzucker bestreuen und genießen 🙂

Lebkuchen-Kugeln (Rohkost, vegan)

Für ca. 10 Kugeln:
  • 50 g Walnüsse
  • 4 Datteln, entsteint
  • 3 TL Vollkornmehl
  • 20 g Kakao
  • 1 TL Orangensaft
  • 1 TL Orangenschale
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Nussmus
  • 1 EL Honig

1) Die Walnüsse ohne Fett vorsichtig in der Pfanne rösten, bis sie duften.

2) Alle Zutaten im Mixer zu einem Teig verarbeiten.
3) Vorsichtig Kugeln formen/ drücken und in gemahlenen Haselnüssen oder Mandeln wälzen.
4) Im Kühlschrank für ca. 1-2 Stunden ruhen lassen, damit die Kugeln fest werden und nicht bröseln.

Was sind deine liebsten Weihnachtsplätzchen?

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